Geschichte der Gemeindeentstehung

Die erste Baptistengemeinde in Deutschland wurde 1834 von dem Hamburger Kaufmann Johann Gerhard Oncken (1800 bis 1884) gegründet. Er hatte sich zuvor zusammen mit sechs Freunden von einem baptistischen Theologieprofessor aus Amerika in der Elbe taufen lassen. 1849 wurde ebenfalls in Hamburg der Bund der Baptistengemeinden gegründet.Baptistengemeinden gibt es bereits seit 1607. 

Die Gründung erfolgte durch Engländer in Holland, die in ihrer Heimat wegen ihrer religiösen Überzeugungen verfolgt wurden. Den Namen „Baptisten“ (griechisch: Täufer) erhielten sie von Gegnern, weil sie aufgrund ihres Bibelverständnisses die Gläubigentaufe praktizierten.

Die „Brüderbewegung“ entstand im 19. Jahrhundert in England. Dort wollten Christen eine vom Geist Gottes geprägte Gemeinschaft bilden, um ohne organisatorische Fesseln oder ein Kirchendach die Einheit der einen Kirche Jesu Christi zu praktizieren.

In Deutschland entstanden solche Gemeinden seit 1843 in Württemberg und im Rheinland. Hauptmotor war der Verleger Carl Brockhaus in Elberfeld. Er gründete die „Christliche Versammlung“. Bekannt wurde Brockhaus als Herausgeber der „Elberfelder Übersetzung“ der Bibel.

Unsere Augustfehner Gemeinde hat ihren Ursprung in dem Nachbarort Südgeorgsfehn – und zwar im Jahre 1864. Hier feierten auch die Augustfehner Baptisten ihre Gottesdienste bis im Jahre 1946 die Mühlenbesitzer Fokko und Metje ter Haseborg ihre große Wohnstube in der Mühlenstraße für Gottesdienste zur Verfügung stellten.

Nach kurzer Zeit wurde der Raum zu klein, und die Gemeinde zog zunächst in den Gefolgschaftsraum der ehemaligen Marinewerft und später in die große ehemalige Maschinenhalle der stillgelegten Eisenhütte. Da das Gebäude sogar einen viereckigen Turm besitzt, war es von außen einer Kirche nicht unähnlich.

Als im Jahren 1956 die Bundeswehr entstand, wurde der Pachtvertrag mit der Bundesvermögensstelle nicht mehr verlängert, und die Gemeinde benötigte wieder eine neue Bleibe.

Am 22. Juli 1956 fand die Grundsteinlegung für das Kirchengebäude in der Hauptstraße statt, und bereits am Buß- und Bettag 1956 war der Einweihungsgottesdienst. Bis 1990 fanden nun Gottesdienste abwechselnd in Südgeorgsfehn und in Augustfehn statt, seitdem nur noch in Augustfehn.

Nach mehr als vier Jahrzehnten guter Dienste war auch dieses Gebäude nicht mehr den Herausforderungen der umfangreicher gewordenen Gemeindearbeit gewachsen.
Am 2. April 1998 wurde der Grundstein für ein neues Gemeindezentrum am Osterkamp gelegt; die Einweihung war noch am 1. Advent desselben Jahres.