Die Anfänge in Deutschland 


Johann Gerhard Oncken

Geb. 26. Januar 1800 - Gest. 2. Januar 1884


1824 gründet er mit einem evangelischen Pastor die so

genannte Sonntagsschule. Er war Buchhändler und gründete einen Verlag zu Verteilung von Missionsschriften. Später, als es dann schon viele kleine Gemeinden gab, kam die Zeitschrift der Warheitszeuge heraus. Hier gab es Wortauslegung, aber auch viele Berichte aus den anderen Gemeinden. Dies ist bis heute so. Heute heißt die Zeitschrift "Die Gemeinde" und ist am Büchertisch

erhältlich. Auch der Onckenverlag besteht heute noch. Der Verlag hat immer noch das Ziel den erzielten Gewinn in die Mission zu investieren. Also mit jedem Buch das bei uns am Büchertisch kauft, geht ein Teil in die Mission.


1834 lässt Oncken sich mit sechs weiteren Menschen vom amerikanischen Baptistenpastor Barnas Sears in der Elbe bei Hamburg taufen. Im Anschluss an die Taufe wird die erste deutsche Baptistengemeinde gegründet. 

Auf wandernde Handwerkergesellen, die im Laufe der Zeit zur Hamburger Gemeinde fanden, richtete Oncken sein Augenmerk. Er bot ihnen eine theologische Kurzausbildung und entsandte sie als Missionare. Ein Beispiel dafür ist der Schmied Johann Pieter de Neu.

 


 

Die Anfänge in Südgeorgsfehn

 

In den Jahren 1853-1865 zieht der rührige Wanderprediger Pieter de Neu von Ihren aus hin und her durch ganz Ostfriesland, auch in den Fehngegebieten bei Südgeorgsfehn.

Hier seine eigene Erzählung:

4. Dezember 1862, heute war glücklicherweise das Eis fest genug, so reiste ich per Schlittschuh nach F. von da zu Fuß nach Nord-Georgsfehn, eine Leichenrede im Haus, auf dem Kirchhof ein Gebet… Viele Zuhörer…Pilgerte eine Stunde weiter nach Süd-Georgsfehn…Abends dort sehr viele Leute. Denen ich das Evangelium predigte…einige meldeten sich zur Taufe … sehr müde kam ich in Detern an, wo ich übernachtete…

18.Januar 1865 konnte ich die ersten vier in Süd-Georgsfehn taufen. Dies geschah öffentlich am hellen Tage unter freiem Himmel in Gegenwart von etwa 700 Menschen. Noch nie habe ich einen solchen Auflauf an Menschen  bei einer Taufe gesehen und es gehörte ein ganzes Ostfriesenherz dazu, um nicht bei dem ersten Anblick zurück zu schrecken.

2 März 1865 war ich schon wieder in Süd-Georgsfehn. Eine Taufhandlung, öffentlich unter freiem Himmel, am hellen Tag. Eine sehr große Menschenmenge umgab uns.

Am 19. Februar 1865 wurde die Gemeinde Südgeorgsfehn gegründet und von der Muttergemeinde Ihren als Filialgemeinde anerkannt.

Erster Prediger in Südgeorgsfehn

Im Jahre 1912 wurde Bruder Jürgen Jelten als erster fest angestellter Prediger von der Gemeinde Südgeorgsfehn berufen. Er betreute auch die Gemeinde Elisabethfehn.

Die Filial-Gemeinde Elisabethfehn wurde am 21.August 1921 selbständig. Dadurch wurde die Gemeinde Südgeorgsfehn mitgliedermäßig stark geschwächt. Besonders hart aber war es für die Gemeinde, als im Jahre 1927 ca .25 Personen zusammen mit dem damaligen Prediger Han Penner nach Kanada auswanderten. Dadurch verlor die Gemeinde viele wertvolle Mitarbeiter und Helfer und konnte in der Folgezeit keinen eigenen Prediger mehr berufen. Die Predigerdienste versahen Brüder aus den Nachbargemeinden.